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Category: Uhren (page 1 of 4)

Als der Stahl noch billig war: Titan Diametronic (ESA 9158) von 1975

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If the next wristwatch you buy isn’t powered by electricity, you’re bucking a powerful trend” schreibt die Zeitschrift Popular Science vom August 1969, und das möchte ich nun wirklich nicht, mich einem Trend entgegenstellen. Also folge ich dem Rat der Experten. Ist ja auch irgendwie unvollständig, so eine Sammlung von Siebzigerjahre-Uhren ohne zumindest ein Exemplar mit elektromechanischem Antrieb.

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[Hier bitte noch billiges Wortspiel mit "Uhr abgelaufen" einfügen]

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Dass der (Noch Ex-)VW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Winterkorn Uhren sammelt, ist ja nichts Neues. Und nicht nur schöne Uhren wie unsereins, sondern vor allem teure, was bei einem Jahresgehalt von 15,9 Millionen Euro (2014) niemanden überraschen muss. Anders als vergleichbare Spitzenverdiener geht er offen mit seiner Leidenschaft um und achtet bei offiziellen Fotos sehr darauf, dass die Manschette richtig sitzt und das geneigte Publikum einen Blick auf sein Handgelenk erhaschen kann. Darum ist es auch recht ergiebig, die im Netz verfügbaren Fotos auszuwerten. Nach ein bisschen Recherche traue ich mich zu behaupten, dass Winterkorns Sammlung mindestens die folgenden Stücke umfasst (Irrtümer natürlich nicht ausgeschlossen):

  • A. Lange & Söhne Datograph Big Date Flyback Chronograph Platin Ref. 403.035 (Listenpreis $78,500)
  • A. Lange & Söhne Lange I Platin Ref. 101.025 ($49,500)
  • Patek Philippe Nautilus Chronograph Ref. 5980/1A-001 ($51,000)
  • Rolex Oyster Perpetual Day-Date, Chronometer Platin Ref. 118206 ($57,600)
  • Rolex Oyster Perpetual Explorer II Ref. 16570 ($7,200)
  • Rolex Oyster Perpetual Cosmograph Daytona Steel Ref. 116520 ($12,000)
  • Rolex Oyster Perpetual Cosmograph Daytona Black DLC Ref. 116520 (Listenpreis nicht bekannt, mind. $13,000)
  • Dazu noch mindestens drei weitere Uhren, die ich nicht identifizieren konnte.

Da sind schon schicke Teile dabei. Und besonders praktisch: Alle rein mechanisch. Laufen gänzlich ohne Software. Und deshalb auch am Handgelenk genau so zuverlässig wie in der Werkstatt.

Vorher-Nachher-Bilder: Eine Anker aus den Siebzigern

Auf Flohmarkten ignoriere ich meist die Verkäufer, die ihre Uhren als schicke Kostbarkeiten in Vitrinen präsentieren, denn deren Preise will ich nicht zahlen. Stattdessen schaue ich auf die Wühltische und in die Ramschkisten. Wahre Schätze findet man dort zwar selten und der Zustand des zutage Geförderten ist in der Regel erbarmungswürdig, aber genau darauf habe ich es abgesehen.

Da wäre zum Beispiel diese Automatikuhr der Marke Anker aus der Uhrenfabrik Wilhelm Eppler GmbH in Schwenningen. Typisches Siebzigerjahredesign. Jämmerlich zerkratzt, aber das macht nichts: Gehäuse und Band sind aus Edelstahl, das Glas ist ein Plexi – alles prima polierbar, mit den richtigen Werkzeugen und Mittelchen.

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Invicta Pro Diver 17044 – Automatic For The People

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Mit der Submariner gelang Rolex 1954 der große Wurf: Eine Taucheruhr, die zur Designikone wurde und bis heute eine ist, was sicher auch dem genialen Marketing der Firma geschuldet war: In zahlreichen James-Bond-Filmen wurde sie prominent platziert, weitere berühmte Werbefiguren sind hier versammelt. Die Wiedererkennbarkeit dieses Modells ist hoch, gleichzeitig ist das Schmuckstück enorm wandlungsfähig – es gibt Varianten in zahlreichen Farb- und Materialmixen, und am bunten NATO-Strap macht die Uhr eine genauso gute Figur wie am Edelstahlband. Auch technisch war die „Sub“ für die damalige Zeit weit vorn. Interessante Details lassen sich unter anderem hier nachlesen.

Mit der Eigenständigkeit ist es schon seit geraumer Zeit vorbei, denn der Gebrauchsmusterschutz ist natürlich längst erloschen und die Nachahmer sind entsprechend zahlreich. Es kann sich eben lohnen, an einem Mythos zu partizipieren. Und so finden wir das Design in Plastik für 6,99€ bei Aldi ebenso wie in hochpreisig von diversen Schweizer Manufakturen. Und auch Rolex selbst hat Design, Technik und Materialien kontinuierlich weiterentwickelt und bietet das Modell noch immer an.

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