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Vom Wasser

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Es ist ja nicht nur der Hamburger, den es feiertags ans Wasser zieht. Da gibt es noch Tagesausflügler, Musicaltouristen und ähnliches Volk, und man muss die alle irgendwie mögen, denn diese netten Menschen finanzieren uns schließlich unsere Kita-Plätze, und das ist ja auch was. Aber ich schweife ab. Das Wasser also. Die Elbe, um genau zu sein, denn der komische Tümpel im Stadtzentrum zählt ja nicht.

Als Bewohner des Hamburger Ostens kann man dem Feiertagsgetümmel einfach aus dem Weg gehen, wie ich seit vorgestern weiß: Einmal quer durch das freundliche Rothenburgsort radeln, bis es nicht mehr weitergeht: Dieser Ort heißt Entenwerder Elbpark. Dort steht das Entenwerder Fährhaus, eine Ausflugskneipe mit überwiegend lokaler Stammkundschaft. „In dieser Bruchbude werde ich bestimmt nichts essen“, entscheidet der #zwerg kategorisch, um dann auf der Plastikbestuhlung vor dem Haus mit großem Appetit eine Bockwurst zu verdrücken, die hier Hafenlümmel heißt und 180 Gramm schwer ist, wie uns der Wirt mit sichtlichem Stolz erläutert. Damit erschöpft sich die Speisekarte bereits, aber das ist nicht schlimm, denn wir sind ja nicht wegen des Essens hier.

In der Tat ist ein beschaulicherer Ort kaum denkbar. Einen Anleger gibt es, man kann Schiffe kucken und Angler stören, sich ins Gras legen, Pusteblumen pusten oder einfach nur „Hach!“ sagen. Um dann weiterzufahren, über das Sperrwerk auf die Elbinsel Kaltehofe, ehemals die Wasseraufbereitungsanlage der Stadt, heute ein Industriedenkmal mit Museum, Cafe und Parkanlage. Und auch hier wieder dieser Hach!-Effekt. Hatte ich schon das Wort „beschaulich“ verwendet? Ach ja, da oben. Kann man aber gar nicht oft genug schreiben.

Eine Kamera hatte ich nicht dabei. Wer rechnet denn auch mit so etwas. Drum gibt es nur ein paar schnelle Handyfotos.

Und falls Sie noch überlegen, wie Sie dem drohenden Hafengeburtstag aus dem Weg gehen können: Ich hätte da eine Idee.

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Categories: Hamburg

Der Mann mit den tausend Namen » « Vorher Nachher Bilder

2 Comments

  1. Das ist ja meine Hausstrecke mit dem Rad. Die Filterhäuschen sind toll, nicht wahr? Weiter hinten sind noch welche, die sehen aus wie Alienbrüterstationen. Leider wurde das nicht nur von Ihnen entdeckt und ist an sonnigen Tagen recht überlaufen. Vor Jahren war das wie ein kleiner finnischer Klub!

  2. Die Insel haben wir nur zu einem kleinen Teil erkundet. Da muss ich dringend nochmal hin. Und natürlich waren da allerlei Radler in Funktionskleidung unterwegs. Aber verglichen mit den touristischen Hotspots schienen die Besuchermassen noch sehr überschaubar.

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