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Author: twschneider (page 1 of 16)

Als der Stahl noch billig war: Titan Diametronic (ESA 9158) von 1975

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If the next wristwatch you buy isn’t powered by electricity, you’re bucking a powerful trend” schreibt die Zeitschrift Popular Science vom August 1969, und das möchte ich nun wirklich nicht, mich einem Trend entgegenstellen. Also folge ich dem Rat der Experten. Ist ja auch irgendwie unvollständig, so eine Sammlung von Siebzigerjahre-Uhren ohne zumindest ein Exemplar mit elektromechanischem Antrieb.

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Elbphilharmonie

Heute wird die Elbphilharmonie eröffnet. Ich hatte und habe so einige Probleme mit ihr, die zum Teil aus sentimentalen Erinnerungen an den alten Kaispeicher A herrühren (dort habe ich gleich nach meiner Ankunft in Hamburg eine phantastische Ausstellung mit Fotografien von Jean Gaumy gesehen), zum Teil aus meiner generellen Abneigung gegenüber der HafenCity (nur echt mit dem Binnenmajuskel), aber auch daher, dass mich die Architektur nicht vollständig überzeugt – nur aus wenigen Perspektiven und aus der Ferne wirkt sie auf mich wohlproportioniert, aus der Nähe dagegen meist wie ein gewaltiger Blob.

Dennoch geht man natürlich zum Fotografieren hin, denn beeindruckend ist sie ja ohne Zweifel. Und da steht man vor dem nächsten Problem, denn das Gebäude scheint bereits vor seiner Eröffnung komplett zu Tode fotografiert. Jedes Motiv wurde schon auf alle beeindruckenden Arten abgelichtet, jede Sichtachse hinreichend erforscht, das Internet ist voll mit phantastischen Bildern und auch an entsprechenden Büchern und Zeitschriften herrscht, zumindest in Hamburger Läden, kein Mangel (und das Buch von Joachim Mischke und Michael Zapf ist wirklich ganz hervorragend und sehr empfehlenswert).

Was macht man also? Man kann die bekannten Motive einfach noch einmal aufnehmen (und langweilen) oder versuchen, neue Perspektiven zu finden (und scheitern).

Ich habe mich natürlich für das Scheitern entschieden und zumindest das ist mir gelungen. Kein Grund, die Fotos nicht trotzdem zu zeigen.

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Yeah / Ja / Naja – Gelesen 2015

2015: Nicht viel gelesen, aber überdurchschnittlich viel Gutes. Die Einordnung in die Rubriken ist, wie üblich, Ergebnis des Geschmacksurteils eines Laien. Links zu richtiger Literaturkritik jeweils anbei.

Hinweisen möchte ich noch auf eine ungemein praktische kleine iOS-App namens Skipper Books, die das Merken der gelesenen Bücher zu einer Sache von zwei, drei Fingertipps macht. Tolles Ding. In der nächsten Version gerne noch mit Exportfunktion, wenn ich mir was wünschen darf.

Yeah!

Bov Bjerg – Auerhaus [mehr]
Claire Keegan (Ü: Hans-Christian Oeser) – Das dritte Licht [mehr]
Michael Fehr – Simeliberg [mehr]
Jane Gardam (Ü: Isabel Bogdan) – Ein untadeliger Mann [mehr]
Miranda July (Ü: Stefanie Jacobs) – Der erste fiese Typ [mehr]
Claire Keegan (Ü: Hans-Christian Oeser) – Durch die blauen Felder [mehr]
Inger-Maria Mahlke – Silberfischchen [mehr]
Leif Randt – Planet Magnon [mehr]
Thierry Smolderen & Alexandre Clérisse (Ü: Ulrich Pröfrock) – Das Imperium des Atoms [mehr]

Ja.

Angela Krauß – Kleine Landschaft [mehr]
Christoph Hein – Der fremde Freund [mehr]
Lorrie Moore (Ü: Frank Heibert) – Danke, dass ich kommen durfte [mehr]
Per Petterson (Ü: Ina Kronenberger) – Nicht mit mir [mehr]
Teresa Präauer – Für den Herrscher aus Übersee [mehr]
Monique Schwitter – Goldfischgedächtnis [mehr]
Henrik Tikkanen (Ü: Karl-Ludwig Wetzig) – Brändövägen 8 Brändö. Tel. 35 [mehr]
Justin Torres (Ü: Peter Torberg) – Wir Tiere [mehr]
Gernot Wolfram – Der Fremdländer [mehr]

Naja…

Cynan Jones (Ü: Peter Torberg) – Graben [mehr]
Nikola Anne Mehlhorn – Windschrift Nord [mehr]
George Saunders (Ü: Frank Heibert) – Zehnter Dezember [mehr]
Silke Scheuermann – Die Stunde zwischen Hund und Wolf [mehr]
Cécile Wajsbrot (Ü: Holger Fock & Sabine Müller) – Nocturnes [mehr]

Außer Konkurrenz (aus Gründen)

I.B. – D.P.
J.G. (Ü: I.B.) – E.t.F.
Perry Rhodan 300-469

[Hier bitte noch billiges Wortspiel mit "Uhr abgelaufen" einfügen]

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Dass der (Noch Ex-)VW-Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Martin Winterkorn Uhren sammelt, ist ja nichts Neues. Und nicht nur schöne Uhren wie unsereins, sondern vor allem teure, was bei einem Jahresgehalt von 15,9 Millionen Euro (2014) niemanden überraschen muss. Anders als vergleichbare Spitzenverdiener geht er offen mit seiner Leidenschaft um und achtet bei offiziellen Fotos sehr darauf, dass die Manschette richtig sitzt und das geneigte Publikum einen Blick auf sein Handgelenk erhaschen kann. Darum ist es auch recht ergiebig, die im Netz verfügbaren Fotos auszuwerten. Nach ein bisschen Recherche traue ich mich zu behaupten, dass Winterkorns Sammlung mindestens die folgenden Stücke umfasst (Irrtümer natürlich nicht ausgeschlossen):

  • A. Lange & Söhne Datograph Big Date Flyback Chronograph Platin Ref. 403.035 (Listenpreis $78,500)
  • A. Lange & Söhne Lange I Platin Ref. 101.025 ($49,500)
  • Patek Philippe Nautilus Chronograph Ref. 5980/1A-001 ($51,000)
  • Rolex Oyster Perpetual Day-Date, Chronometer Platin Ref. 118206 ($57,600)
  • Rolex Oyster Perpetual Explorer II Ref. 16570 ($7,200)
  • Rolex Oyster Perpetual Cosmograph Daytona Steel Ref. 116520 ($12,000)
  • Rolex Oyster Perpetual Cosmograph Daytona Black DLC Ref. 116520 (Listenpreis nicht bekannt, mind. $13,000)
  • Dazu noch mindestens drei weitere Uhren, die ich nicht identifizieren konnte.

Da sind schon schicke Teile dabei. Und besonders praktisch: Alle rein mechanisch. Laufen gänzlich ohne Software. Und deshalb auch am Handgelenk genau so zuverlässig wie in der Werkstatt.

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